Ausstellungsgestaltung – hinter den Kulissen

Wir arbeiten momentan daran, unsere neue Ausstellung fertigzustellen. Inhaltlich sind wir mit den Texten sehr weit; mit den Medien (Fotos, Karten, Diagramme etc.) beginnen wir gerade erst. Parallel müssen wir aber das Design der neuen Ausstellung entwickeln, damit die Folien auch gedruckt werden können, wenn wir Texte und Medien zusammen haben.

Man kann sich viele schlaue Gedanken machen zu Design von Stelltafeln. Manche Regeln sind von der Fachwissenschaft gesetzt (Stil und Form von Museumstexten), andere sind durch Normen festgelegt (mittlere Höhe von Texten etc.), wieder andere legen nur wir selbst fest – und manchmal muss man auch welche brechen, um bestimmte Ziele zu erreichen.

Aber früher oder später kommt der Punkt, an dem alle Überlegungen am Monitor nicht weiterführen. Irgendwann muss man ausprobieren, was man vorhat; muss den Text in Originalgröße sehen; muss die Medien an ihrem Ort sehen; muss sehen, wie Farben und Fonts zusammenpassen usw. Da hilft nur: Probeweise ausdrucken.

Nun sind 3m hohe Stelltafeln schwer an einem Stück auszudrucken. Stattdessen muss man sie mühsam aus DIN A4 Seiten zusammenpuzzlen. Genau das haben wir getan und es ist wirklich kein Spaß. Dafür bekommt man aber eben einen ganz anderen Eindruck vom Produkt – und viele neue Erkenntnisse.

Jedes Modul wird aus mehreren solcher Tafeln bestehen. Links sieht man eine Einführungstafel, erkennbar an den fetten Jahreszahlen oben. Diese Einführungstafeln geben eine Übersicht über den Zeitraum, indem Sie als Museumsbesucher:in sich gerade befinden, und sie reißen verschiedene Themen kurz an. Daran schließen sich dann immer einige Storytafeln an – das ist hier die Tafel „Revolution“. Ein Storytafel erzählt immer eine Geschichte etwas genauer und beleuchtet so eine Perspektive auf den Panzer.

Wir haben schnell erkannt, dass einige Dinge nicht wirklich funktionieren, die sich in der Theorie gut anhörten. So gab es beispielsweise links einen Zeitstrahl, auf dem wir die wichtigsten Daten eines Moduls zeigen wollten.

Der gestrichene Zeitstrahl

Es stellte sich aber raus, dass der Zeitstrahl sehr viel Raum „fressen“ würde; und wenn man die Schriftgröße lesbar gestalten wollte, würden kaum noch Daten raufpassen. Da die verschiedenen Daten zudem nicht weiter erklärt werden könnten, würde sich der Erkenntnisgewinn in engen Grenzen halten. Daher haben wir schweren Herzens beschlossen, den Zeitstrahl grundsätzlich zu streichen. 🙁

Die Karte – zu klein!

Weiterhin stellte sich raus, dass die anvisierte Größe für Fotos (ca. DIN A4) durchaus funktionierte, die gleiche Größe für Karten aber viel zu wenig ist, um sie sinnvoll zu nutzen. Daher muss der gewonnene Raum durch den Wegfall des Zeitstrahls so genutzt werden, dass die Karte deutlich größer gezogen werden kann – was wiederum das Gesamtdesign beeinflusst. Darüber hinaus sind die Medien recht tief positioniert.

Diese Höhe ist bei unseren Exponatsschildern in Ordnung, weil sie sich durch den Winkel den Besucher:innen bequem darbieten. Bei einer senkrecht an der Wand klebenden Karte oder einem Foto ist das Lesen deutlich unbequemer. Wenn wir die Medien hochschieben würden, müsste der Text aber anders angeordnet werden, was die innere Struktur der Texte angreift und die Lesbarkeit herabsetzt. Schiebt man alles nach oben, wandert die obere Lesekante deutlich aus den normierten Mittelmaßen heraus.

Glyphen

Was hingegen sehr gut funktioniert, sind unsere Glyphen. Wir wollen immer, wenn im Text ein Fahrzeug erwähnt wird, das in der Nähe steht, neben dem Text ein Symbol einfügen.

Damit verknüpfen wir den Text und die Objekte. Eine Glyphe heißt „Sehen Sie sich um! Irgendwo hier ist ein historisches Ding, das direkt mit dieser Geschichte zu tun hat!“ So vermeiden wir das „begehbare Buch“, das keine Verbindung zu den Objekten hat und zeigen gleichzeitig. wieviel Geschichte in den Objekten steckt. Wir haben aber gemerkt, dass im Fließtext die Objektreferenz deutlich markiert werden muss, hier noch als Kulistrich. Das wird später in deutlichem Orange gedruckt, so dass der Zusammenhang zwischen Lupe und Unterstreichung augenfällig wird.

Gewaltbilder

Ein weiteres zentrales Anliegen ist für uns, Gewaltbilder in die Ausstellung zu integrieren. Wir wollen zeigen, was Panzer tun und was in Panzern passiert. Wir wollen aber keine Kinder schocken, keine Veteran:innen re-traumatisieren und ganz allgemein niemanden zwingen, diese Bilde zu betrachten. Daher werden wir die Bilder mit einem Meshstoff abhängen und durch ein klares Symbol auf der Abdeckung kenntlich machen. Erst wenn man die Abdeckung anhebt, kann man das Bild betrachten.

So in etwa sollen die Gewaltbildabdeckungen funktionieren.

Damit Kinder dort nicht so leicht herankommen, müssen die Bilder möglichst hoch hängen. Mit jedem Zentimeter, den man höher geht, wird es aber für kleine Personen und vor allem für Rollstuhlfahrer:innen immer schwerer und irgendwann unmöglich, an die Abdeckung heranzukommen. Für dieses Dilemma haben wir noch keine Lösung gefunden.

Das sind nur einige von viel, viel mehr Punkten, die wir in langen, oft erfrischend kontroversen Sitzungen besprechen, entwickeln, verwerfen, neu anfassen und (hoffentlich) irgendwann richtig hinbekommen. Wir hoffen, Sie haben ein kleinen Einblick erhalten, was alles alles bedacht werden muss, damit so eine Ausstellung funktioniert – von Inhalten und Technik und Kosten ganz zu schweigen. 😉

Objekt des Monats 03/2022

Objekt des Monats 03/2022

Beim Objekt des Monats erzählen wir die (Kurz-) Geschichte eines besonderen Objekts aus dem Panzermuseum.
Da wir uns bemühen auch besonders Stücke aus dem Depot vorzustellen, finden sich hier auch ungewöhnliche Objekte und spannende Geschichten

Zeichnung „Maggie’s Farm“

Inv. Nr.: DPM 6.1497

Die Heidelandschaften Niedersachsens inspirieren Künstler:innen seit jeher. Häufig entstehen hierbei verträumte Landschaftsbilder mit blühender Heide, glücklichen Heidschnucken und entspannt Wandernden. Angelockt von dieser einzigartigen Landschaft, kaufte der Künstler Bernhard Baudendistel Anfang der 1980er Jahre das stillgelegte Bahnhofsgebäude in Hützel, ganz in der Nähe von Munster. Dort richtete er sein Atelier ein, betrieb mit seiner Partnerin eine Gaststätte und gründete einen Kunstverein.

Er musste jedoch feststellen, dass die Gleise am Bahnhof keineswegs stillgelegt waren, sondern regelmäßig zu Panzerverladungen genutzt wurden. Im Kalten Krieg wäre Niedersachsen ein zentraler Austragungsort des atomaren Krieges gewesen, weshalb hier britische Truppen stationiert waren, die regelmäßig Manöver durchführten. Eine niedersächsische Besonderheit stellte das Soltau-Lüneburg-Abkommen dar, welches der britischen Armee erlaubte, sogar Naturschutzgebiete für Übungen zu nutzen. Ebenfalls in Gefahr gebracht wurden damit die Hügelgräber der Lüneburger Heide aus der Bronzezeit. Der regionalen Bevölkerung sind diese mit roten Pfählen abgesperrten „Roten Flächen“ im Naturschutzgebiet sowie die Schäden an Landschaft, Höfen und Häusern noch sehr präsent.

Im Laufe der 1980er Jahre beschäftigte sich der Künstler in unterschiedlichen Medien mit der Zerstörung der Naturlandschaft durch Panzer. In seinen Malereien und Zeichnungen sind Baudendistels Heidelandschaften grau, von Kettenspuren zerfurcht und Dieselabgasen vernebelt. Einzig das Rot der Pfähle drängt sich ins Zentrum: Sie markierten die Teile der Heide, die Übungsgebiet waren und von Zivilist:innen nicht betreten werden durften. Den roten Pfählen widmete er zahlreiche Werke. Eines ist die Zeichnung „Maggie’s Farm“ von ca. 1988. Der Titel verweist auf einen Song von Bob Dylan, in dem er singt: „I ain’t gonna work on Maggie’s farm no more.“ Baudendistel nutzte diese Zeile für viele seiner kritischen Werke: „Maggie“, stand für ihn für Margaret Thatcher und die britischen Soldaten, die mit ihren Panzern die Erde der Lüneburger Heide zerpflügten, arbeiteten auf ihrer „Farm“. Die Zeile interpretierte Baudendistel somit als Ablehnung gegen den Wehrdienst in der Heide. Vom Bahnhofsgebäude Hützel beschallte er die Soldaten sogar mit diesem Song, während sie ihre Panzer verluden. Ob diese die musikalische Untermalung genossen oder die Interpretation des Künstlers nachvollziehen konnten, ist unbekannt.

Bernhard Baudendistels Kunst war vielfältig: Auf Streifzügen durch die Heide sammelte er Fundstücke für Materialbilder und Objektkästen, fertigte Plastiken aus Bronze und Steinskulpturen an. Die Natur inspirierte ihn zu Malerei und Zeichnungen. Er vergrub seine Kunst und setzte sie dem Wetter aus. In verschiedenen Kunstaktionen stand der Prozess stärker im Vordergrund als sein Endprodukt, zum Teil verschwimmen die Grenzen zwischen politischem Aktivismus und Aktionskunst. Bernhard Baudendistel arbeitete bis zu seinem Tod 2013 in Hützel zur deutschen Ur- und Frühgeschichte, nordischen Mythologie, Spiritualismus und der Vergänglichkeit der Natur.

Weitere Objekte des Monats …

10 JAHRE PANZER BEI YOUTUBE – EIN BLICK ZURÜCK UND NACH VORNE

Heute feiern wir ein kleines, aber wichtiges Jubiläum: Heute vor 10 Jahren ist die erste Eigenproduktion des Panzermuseums freigeschaltet worden!

Ein richtiges Video war das eigentlich noch nicht; es handelte sich nur um eine mit Musik unterlegte Foto-Slideshow, das Vorher und Nachher des damals frisch umgebauten Saals der Sammlung bzw. dann der Elemente des Krieges vergleichend nebeneinander stellte. Unterlegt mit gemeinfreier Musik und mit sehr aufdringlichen Übergängen strukturiert, war es sicher kein Meilenstein der Youtube-Regie. Aber für uns war es ein wichtiger, erster Schritt in die digitale Welt und bis heute ist das Video immer wieder eine wichtige Onlinereferenz, wenn wir unsere Arbeit in den letzten Jahren darstellen wollen.

Danach war dann erst einmal wieder Ruhe. Wir nutzten Youtube in den folgenden Jahren nur als „Ablage“, indem wir bei Gelegenheit einfache Videos erstellten, wenn was wichtiges passierte und diese hochluden. Dadurch kamen zwar nach und nach Videos in den Kanal, aber ein strukturiertes und zielgerichtetes Vorgehen war das überhaupt nicht. Das erste Fahrzeug rollte im Juni 2012 durch den Kanal – mit dem Wiesel eines der kleinsten Autos, die wir haben.

Danach folgten einige Videos des damals noch sehr beschaulichen „Stahl auf der Heide“-Events, aber der erste inhaltlich substanzielle Beitrag erschien im Mai 2013. Als wir den Tiger geliehen bekamen, war klar, dass das ein wichtiges Kapitel in der Geschichte des DPM war, das man irgendwie begleiten musste. Facebook lief schon sehr gut, aber wir wollten mehr und so entstand schnell die Idee, die Rede zur Enthüllung des Objekts aufzunehmen und online zu stellen. Es handelte sich also abermals um ein Nebenprodukt, aber nun immerhin um eines mit einigermaßen Inhalt.

Damit war aber die Idee geboren, den Kanal doch mittelfristig auch mal als Werkzeug der Wissensvermittlung nutzen zu wollen. Erste Versuche in diese Richtung fanden dann 2015 statt, als der Mitschnitt einer kompletten Konferenz auf unserem Kanal erschien, 2016 luden wir die ersten Fachvorträge hoch, die bei Stahl auf der Heide gehalten worden waren. Am 01. Januar 2016 hatte unser Kanal 1300 Abos zu verzeichnen.

In diesem Jahr fassten wir den Entschluss, dass nun die Zeit gekommen sei, auszuprobieren, ob wir den Kanal nicht auch richtig bespielen könnten. Glückes Geschick sorgte dafür, dass mit Friedrich Grahl jemand im Umfeld des Panzermuseums aktiv war, der genau derlei Bewegtbildproduktion wirklich gelernt hatte – als Beruf! Er stellte seinen Enthusiasmus und seine freie Zeit ehrenamtlich in den Dienst des Panzermuseum und produzierte die erste Staffel Geschichte(n) aus Stahl – bis heute unsere Premium-Reihe. Damals war noch nichts da – weder Ausrüstung hinter den Kulissen noch Erfahrung vor der Kamera. Aber das Motto unseres Kanals war schon damals inoffiziell und ist es bis heute noch: Einfach machen. Wir mieteten das notwendige Equipment bei einem Fachbetrieb in Hannover und konnten so einfach mal versuchen, wie das ganze klappt, ohne gleich ein Vermögen zu investieren – grundsätzlich ein guter Tipp für kleine Museen. Den Dreh der ersten fünf Folgen rissen wir an einem Tag ab, Schnitt und alles andere in den Folgetagen nach der Arbeit und am Wochenende. Und es passierte gleich ein episches Technikproblem: Weil die Audiosteckverbindung fehlerhaft war, haben alle 5 Folgen der ersten Staffel den gleichen miesen Sound. Aber das war nun nicht mehr zu ändern, denn weder von Zeit noch von Geld oder Motivation war an einen Nachdreh zu denken. Das musste jetzt so raus. Und es ging so raus.

Und trotz der Macken hob nun der Kanal plötzlich richtig ab: Am 10.12.2016 ging die erste Folge online, da wies der Kanal 2.000 Abos auf – am 10.12.2017 hat der Kanal die 10.000 Abos geknackt. Die Geschichte(n) aus Stahl (GaS) haben das Museum mit einem Schlag auf Youtube ein klein wenig bekannt gemacht. Damit war klar, dass das auf jeden Fall fortgesetzt werden sollte, die Frage war nur wie.

Gleichzeitig haben wir mit einem zweiten Format begonnen: Stahl, Schere, Papier (SSP). Während die GaS der Wissensvermittlung dienen sollten, sollte SSP den Kontakt zur Fanbase etablieren. Ziel des Formates war, von hinter den Kulissen zu berichten: Neuigkeiten sollten mitgeteilt werden, komplexe Hintergründe erläutert, kontroverse Entscheidungen begründet, Zusammenhänge klargemacht werden. SSP sollte der Transparenz dienen und das Museum nahbar und verständlich machen. Auch dieses Format ging, wie der ganze Kanal, furchtbar stokelig los: Mit einem alten Camcorder, auf Büchern balanciert, einem fehlerhaften Mikro (schon wieder!) und einem lächerlich schlechten Bild.

Aber unser Motto „Einfach versuchen“ zahlte sich aus hier aus: Die SSP sind ein wichtiger Kanal für die Kommunikation in beide Richtungen geworden. Wir können wichtige Entwicklungen nach außen kommunizieren und unsererseits die Reaktionen in den Kommentaren lesen und ein Gefühl für die Stimmung in der Fanbase gewinnen. Wirklich meta wurde es dann, als es SSP-Folgen über Kommentare zu SSP-Folgen gab:

Aber auch diese Folgen haben viel positives Feedback erhalten. SSP macht offenbar allen Seiten Spaß und wird daher konsequent weitergeführt – unregelmäßig, vielfältig, chaotisch.

Wir hatten zu diesem Zeitpunkt (2017) immer noch keine eigene Ausrüstung; das sollte sich bald ändern. Mit Unterstützung des Fördervereins konnten eine grundlegende Ausrüstung angeschafft werden – beileibe keine flashy Blingbling, aber alles, was man braucht. Die Sony Alpha von damals ist immer noch im Dienst, aber nach und nach ist das Equipment drumherum gewachsen. Ein vernünftiger Fieldmonitor, ein Slider, Licht, ein gutes Funkmikro (!!!). Stoffhintergründe usw. haben sich im Laufe der Jahre angesammelt, so dass das Panzermuseum nun eigene Produktionen auf einem vernünftigen Level hinbekommt. Nach der zweiten Staffel Geschichte(n) aus Stahl im Winter 2017 wurde daher das Staffelformat aufgegeben, weil dies immer eine hohe Belastung für alle Mitarbeiter:innen, vor allem aber für unseren ehrenamtlichen Producer bedeutet hat. Seitdem produzieren wir einzelne Folgen, wann immer sich die Gelegenheit bietet, selbst und dabei hat sich auch das Format deutlich verändern können. Waren die die ersten Folgen umständehalber immer noch auf unter 15min begrenzt, so war es durch die viel flexiblere Planung nun möglich, die Folgen viel größer anzulegen. Der Königstiger hat so eine Folge in Spielfilmlänge erhalten, die in drei Teile aufgeteilt wurde.

Überhaupt hat die Wissensvermittlung mittlerweile mehr als ein Format auf unserem Kanal. Laura Haendel hat mit ihrer Reihe über die Entwicklung des Stahlhelms im Ersten Weltkrieg nicht nur eine vorbildliche digitale Flankierung einer konventionellen Sonderausstellung bereitgestellt, sondern sich als Moderatorin des Kanals einen festen Platz erarbeitet.

Ihre objektbezogenen Videos sind ein ganz anderer Zugang zu unserer Sammlung und so eine hervorragende Erweiterung unseres Portfolios, die künftig noch deutlich ausgeweitet werden sollen.

Zusätzlich wurden noch weitere Formate geschaffen, die bestimmte Zielsetzungen erfüllen sollen. Die Reihe „Stimmt es eigentlich, …?“ nutzen wir, um kurze Videos zu produzieren, die oft gestellte Fragen kompakt beantworten sollen. Diese Videos sollen in sozialen Medien und Onlineforen verlinkt werden, um sich immer wiederholende Debatten abzukürzen Entgegen der üblichen Youtube-Mechanismen wird daher die Antwort auf die zu beantwortende Frage an den ANFANG des Videos gestellt.

Darüber hinaus nehmen wir uns immer mehr die (Sende-)Zeit, um spannende Fragen zur Panzerei im Detail zu beantworten – und die Fanbase nimmt diese Arbeit äußerst positiv auf. Entgegen den üblichen Annahmen, bei Youtube müsse radikal vereinfacht und verkürzt werden, haben gerade die langen, detaillierten Serien hohe Zugriffszahlen. Auch dies ist ein aufmunternder Tipp an kleine Museen: Ein Thema ist nicht chancenlos, wenn es nischig ist – diese Nischigkeit kann genau die CHANCE sein.

Menschlich besonders schön ist bei solchen Serien dann die Premierenfunktion von Youtube. Wenn die Premiere eines Videos früh genug beworben wird, entsteht eine schöne Atmosphäre des Miteinanders von Fans und Museum; die sozialen Medien sind dann im besten Sinne endlich mal wieder sozial. Bei unseren erfolgreichsten Premieren waren rund. 2000 Menschen gleichzeitig online – das macht schon sehr glücklich und belohnt für die Arbeit.

Dabei scheuen wir uns auch nicht, unseren Anspruch als politischer Akteur auch bei Youtube einzulösen. Wir gehen keinem Streit aus dem Wege, nur um Abos zu halten. Sei es, dass es um die „Unterdrückung durch das Merkelregime“ ging oder um das Gendern im Panzermuseum: Wir laden hoch, was wir meinen.

Das einzige, was wir nie richtig konnten, war eine professionelle Berichterstattung von Stahl auf der Heide. Hier kam uns seit 2014 ein Team zur Hilfe, das heute im Kern mit der Agentur Frierstein mitten im professionellen Medienleben steht. Nicht nur haben die uns hervorragende. toll geschnittene Berichte produziert und die Vorträge mitgeschnitten, sie haben auch das Livestreaming auf höchstem Niveau realisiert, das wir so im Leben nicht hinbekommen hätten.

Und so steht der Kanal des DPM nun nach zehn Jahren da: Inhaltlich vielfältig – von ernster Wissensvermittlung über Kommunikation und Werbung bis hin zu humorigen Inhalten; stilistisch chaotisch, aber immer mit einer eigenen Handschrift; gereift in der der Technik, aber immer noch immer mal wieder spürbar unprofessionell.

Mit diesen Eigenschaften haben wir einiges erreicht.

  • Knapp 250 Videos sind online
  • 18,4 Millionen Aufrufe dieser Videos sind bisher gezählt
  • 2,7 Millionen Stunden sind das zusammen – also ca. 308 Jahre
  • 2 Videos haben die Grenze von einer Million Aufrufen geknackt
  • 20 Videos haben über eine Viertelmillion Aufrufe summiert

Und zum jetzigen Zeitpunkt steht das Museum bei knapp 94.000 Abos. Damit sind wir sehr weit vor allen anderen Häusern des deutschsprachigen Museumsraums. Der schärfste Konkurrent steht knapp vor 25.000 und danach nehmen die Zahlen rapide ab. Youtube ist für Museen im DACH-Gebiet offenbar kein wichtiger Kanal – was überraschend darf, wenn man sich in Erinnerung ruft, dass Youtube seit Jahren für junge Menschen die wichtigste Informationsplattform ist. Die Geschichte des DPM zeigt zumindest, dass ein Mangel an Geld und medialer Fachkenntnis kein Hindernis ist, wenn man dies durch Enthusiasmus ausgleichen kann.

2020 haben wir für unseren Kanal den Publikumspreis des Digamus Award gewonnen, was uns sehr gefreut hat. Unser Ziel ist jedoch eine andere Trophäe, nämlich der silberne Creator Award von Youtube. Diesen erhält ein Kanal für 100.000 Abos und wir wollen das erste deutschsprachige Museum sein, das diesen Award bekommt.

Also – empfehlen Sie uns weiter! 😉

Bildung und Vermittlung

Bildungsangebote

Unser Bildungsangebot besteht aus museumspädagogischen Führungen, Projektseminaren und geführten Erkundungen für:

  • Schulklassen und Jugendgruppen ab der 8. Klasse
  • Studierende

Anmeldung: Die Bildungsangebote können Sie während der Öffnungszeiten bei unserer Museumspädagogin Constanze Seifert-Hartz buchen. Termine sollten mindestens 3 Wochen im Voraus angefragt werden. Für Fragen steht Sie Ihnen gerne zur Verfügung.

  • Telefon: 49 (0) 51 92 / 899 152
  • Mobil: 0176 / 15091247
  • oder per E-Mail

Kosten: Der Museumseintritt und die Teilnahme an unseren Bildungsangeboten ist für Schüler:innen, Studierende und ihre Begleitpersonen nach Anmeldung kostenfrei.

Inhalte des Bildungsangebots: Die Inhalte können an die Schwerpunkte und Lernziele ihrer Gruppe gepasst werden.

Überblicks- und Themenführungen
(60-90 Min):

  • Angebot 1: Überblicksführung „Das Jahrhundert der Panzer“
  • Angebot 2: Panzer im Zeitalter der Weltkriege, 1914-1945
  • Angebot 3: Kalter Krieg – Panzer in der Bundeswehr und NVA bis 1990

Projektseminare / Geführte Erkundungen mit Gruppenarbeit
(120 Min bzw. nach Absprache):

  • Angebot 4: Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg (1933-1945)
  • Angebot 5: Geteilte Welt und Kalter Krieg (1945-1991)
  • Angebot 6: Auslandseinsätze der Bundeswehr seit den 1990er Jahren
  • Angebot 7: Panzer in der Geschichts- und Erinnerungskultur

Berufsorientierung im Museum:

  • Im Rahmen der Berufsorientierung, zum Beispiel in der 8. bis 10. Klasse, bieten wir Ihren Schulklassen gerne einen Blick hinter die Kulissen der Museumsarbeit und in verschiedene Tätigkeitsfelder.

Noch nichts gefunden? Unser Bildungsangebot wird stetig weiterentwickelt. Möchten Sie den Besuch individueller gestalten oder wünschen Sie sich ein Angebot für weitere Zielgruppen, z.B. Kitas, Grundschulen, Vereine, Gewerkschaften, Unternehmen oder Bundeswehr-Gruppen? Dann sprechen Sie unsere Museumspädagogin Constanze Seifert-Hartz direkt an und wir entwickeln ein Angebot für Ihre Gruppe gemeinsam.

Das Panzermuseum sucht zu Februar 2023:

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