Objekt des Monats 03/2017

Objekt des Monats 03/2017

Beim Objekt des Monats erzählen wir die (Kurz-) Geschichte eines besonderen Objekts aus dem Panzermuseum.
Da wir uns bemühen auch besonders Stücke aus dem Depot vorzustellen, finden sich hier auch ungewöhnliche Objekte und spannende Geschichten.

Propagandaplakat „Helft uns siegen“
Inventarnummer: DPM 6.19

Die deutsche Bevölkerung wurde im Ersten Weltkrieg halbjährig zu Kriegsanleihen aufgerufen, in welcher sie dem Staat einen Kredit zur Kriegsführung gewähren sollten. Dafür wurde meist an den Patriotismus der Bevölkerung appelliert und den Investoren Erträge aus Zinsen versprochen, die nach dem gewonnenen Krieg aus Reparationszahlungen finanziert werden sollten.

Die sechste deutsche Kriegsanleihe sollte das erste Halbjahr 1917 des Ersten Weltkrieges finanzieren. Die deutsche Bevölkerung war jedoch nach der Hungersnot im Zuge des „Steckrübenwinters“ 1916/1917 nicht sehr spendenfreudig. Zum ersten Mal sollte daher ein vom Deutschen Reich herausgegebenes Plakat für die Kriegsanleihe werben. Zuvor haben die Banken, welche die Kriegsanleihe verwalteten, eigenständig geworben.

Auf dem Plakat ist ein Soldat mit Stahlhelm zu sehen, der, ausgestattet mit einer Gasmaske und Stielhandgranaten, gerade einen Stacheldrahtzaun durchschnitten hat und seinen Blick nun dem nächsten Ziel zuwendet.

Das beeindruckende Motiv stammt von dem renommierten Münchener Künstler Fritz Erler. Sein Bild blieb so bekannt, dass es 1929 in abgewandelter Form als Buchcover für die erste englischsprachige Ausgabe des Romans „Im Westen nichts Neues“ von Erich Maria Remarque genutzt wurde.

Weitere Objekte des Monats …

 

Fotoaufruf vom Januar 2017 erfolgreich

Fotoaufruf vom Januar 2017 erfolgreich

Auf unseren Fotoaufruf im Januar 2017 haben sich zahlreiche Personen gemeldet, die ihre Fotografien dem Museum leihweise oder als Schenkung zur Verfügung stellten.

Uns erreichten an die 6.000 Fotografien, 250 Postkarten und weiteres Material wie Zeitungsausschnitte, Wehrpässe, Kriegstagebücher und Erinnerungsberichte. Dabei reicht der abgebildete Zeitraum von 1913 bis 2015. Die Bilder stammen von der Armee des Deutschen Kaiserreiches, der Wehrmacht, über die frühen Bundeswehr bis hin zur Armee der Einheit und der aktuellen Einsatzarmee. Sowohl die Weltkriege, als auch Einsätze der Bundeswehr können nun Dank des fotografischen Materials in der Sammlung und auch in zukünftigen Ausstellungen abgebildet werden.

Das Material gibt Auskunft über die persönliche Auseinandersetzung der Soldaten mit ihrer Dienstzeit. Reich verzierte und kommentierte Fotoalben finden sich ebenso wie in der Nachkriegszeit neu zusammengesetzte Erzählungen, von der Front in die Heimat gesendete Einzelbilder, digitale Fotografien sowie in Schuhkartons und Zigarrenschachteln konservierte Erinnerungen.

Ein Großteil der Leihgaben wurde bereits von uns digitalisiert und wird an die Leihgeber zurückgegeben. Dies ist insbesondere dem unermüdlichen Einsatz unseres Praktikanten zu verdanken. Niels Ungruhe, der neben seiner historischen Dissertation an der Uni Bielefeld etwas Museumspraxis in unserem Hause kennenlernt, inventarisierte, digitalisierte und bewertete das Material nach wissenschaftlichen Maßstäben.

Wir schätzen uns sehr glücklich, so viele UnterstützerInnen zu haben, die Ihre privaten Familienschätze in unsere Obhut gegeben haben und der Nachwelt erhalten möchten. Das Panzermuseum sagt Danke!

Hinweise und Regelungen für Besuche

Diese Hinweise und Regeln dienen dazu, Ihnen den Besuch im Museum so angenehm wie möglich zu gestalten und dabei die Sicherheit und Ordnung in unserem Haus zu gewährleisten. Mit dem Betreten des Museums erkennen Sie diese Regelungen an.

Bitte beachten:

  • Hunde und andere Tiere dürfen nicht mit in die Ausstellung genommen werden. Sie können aber auf dem Vorplatz warten. Behindertenbegleithunde sind hiervon ausgenommen. Bitte lassen Sie Ihre Hunde nicht bei extremen Temperaturen im Auto.
  • In allen Ausstellungshallen und der Cafeteria besteht Rauchverbot, dies gilt auch für E-Zigaretten.
  • Bitte essen und trinken Sie nicht in den Ausstellungshallen.
  • Bitte klettern Sie nicht auf und/oder in unsere Exponate. Im Außenbereich finden Sie einen Panzer, der erklettert werden darf und in den Sie auch hinein dürfen.
  • Das Tragen von verfassungsfeindlichen Symbolen oder rassistischen Slogans wird im Panzermuseum nicht geduldet, bei Zuwiderhandlung machen wir von unserem Hausrecht Gebrauch.

Besucherservice
Unseren Besucherservice erreichen Sie während der Öffnungszeiten unter +49 (0) 5192 / 2552 oder per E-Mail.

Öffnungszeiten | Preise
Die gültigen Eintrittspreise und Öffnungszeiten erfahren Sie hier auf unserer Webseite oder persönlich beim Besucherservice.
Alle Eintritte gelten als Tagestickets, das Museum kann am gleichen Tag verlassen und wieder betreten werden. Letzter Einlass ist 17.00 Uhr. Das Ticket ist nicht übertragbar, wird bei Verlust nicht erstattet und kann nicht zurückgegeben werden.

Multimediaguides | Führungen
Im Eintrittspreis ist die Nutzung eines Multimediaguides inbegriffen, der an der Kasse gegen Hinterlegung eines Personaldokumentes (Personalausweis, Führerschein) ausgeliehen werden kann. Die Geräte müssen bis 17:00 Uhr wieder abgegeben werden. Bitte haben Sie Verständnis, dass die Anzahl der Geräte begrenzt ist.
Bitte buchen Sie kostenpflichtige Führungen im Vorfeld Ihres Besuchs. Um möglichst vielen Besuchern die Möglichkeit zu geben an einer Führung teilzunehmen, behält sich das Museum vor, Gruppen zusammen zu legen.

Mobilitätseinschränkung
Das Panzermuseum ist barrierefrei. Für die Dauer Ihres Besuchs können wir Ihnen kostenlos Rollstühle zur Verfügung stellen. Es können auch Klapphocker ausgeliehen werden. Diese stabilen, leichten und zusammenklappbaren Sitz-Hilfsmittel können auch als Gehstütze genutzt werden.

Foto- , Film- und Audioaufnahmen
Das Fotografieren und Filmen zu privaten Zwecken ist gestattet. Aufnahmen jeglicher Art zu gewerblichen und/oder wissenschaftlichen Zwecken sind nur mit schriftlicher Genehmigung erlaubt, ebenso der Verkauf von Videos, CDs etc. Darüber hinaus gehender Verkauf ist illegal und wird strafrechtlich verfolgt. Den Antrag zur Film- und Fotografiererlaubnis finden Sie auch unter auf daspanzermuseum.de im Bereich Presse.
Im Museumsbetrieb und bei Veranstaltungen werden Fotos und Filme erstellt. Mit dem Betreten des Hauses erfolgt die Einwilligung zur unentgeltlichen Veröffentlichung, ohne dass es einer ausdrücklichen Erklärung der betreffenden Person bedarf.
Unser Museum ist videoüberwacht.

Hinweise | Ideen
Für Anmerkungen, Ideen oder Wünsche haben wir immer ein offenes Ohr. Bitte sprechen Sie gerne unsere Mitarbeiter an.

Leitbild

Identität und Auftrag

Das DPM bearbeitet die Geschichte der deutschen Panzer von ihren Ursprüngen im 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Es behandelt damit ein Thema von großer Relevanz: Organisierte Gewalt ist eines der wichtigsten Themen der Geschichte; maschinisierte Gewalt ein zentrales Thema des 20. und 21. Jahrhunderts. Das DPM ist das einzige Haus mit diesem thematischen Fokus in Deutschland.

Das DPM zeigt dazu als wesentliches Ausstellungsgut Fahrzeuge und Waffen. Diese Sammlung ist eine der besten weltweit.

Das DPM ist eine auf das Engste zivil-militärisch verzahnte Kooperation: Die Ausstellung speist sich aus zwei Sammlungen, die der Bundeswehr und der Stadt Munster. Das Sammeln und Bewahren der Fahrzeuge und Waffen ist primäre Aufgabe des Trägers Bundeswehr; Vermittlung und Museumsbetrieb liegen in der Hand der Stadt Munster.

Das DPM behandelt ein Thema, das auf der nationalen und internationalen Ebene angesiedelt ist. Dies spiegelt sich im Wirkungskreis des Hauses wieder, das BesucherInnen aus der gesamten Republik und dem Ausland anzieht.

Das DPM kann als differenziert arbeitendes Haus allen Menschen inhaltliche Anknüpfungspunkte bieten – vom Kindergartenkind bis zum Weltkriegsveteranen. Das Museum richtet seine Ausstellung daher bewusst nicht an definierte Zielgruppen, sondern versteht sich explizit als „Museum für alle“.

Das DPM ist keine Ruhmeshalle und kein Traditionsort. Glorifizierung militärischer Werte und Praktiken finden ebenso wenig Platz wie die Verharmlosung von Krieg, Leid, Gewalt und Tod.

Das DPM ist kein Antikriegsmuseum. Herabwürdigung militärischer Werte und Praktiken haben ebenso wenig Platz wie die Propagierung von Pazifismus.

Das DPM ist keine Gedenkstätte und kein Ort für Trauerarbeit.

Werte

Das DPM trägt mit der musealen Aufarbeitung maschinisierter Gewalt eine hohe Verantwortung. Sie kann nur durch einen respektvollen und würdigen Umgang mit dem Thema und durch kontinuierliche Offenheit für neue Methoden und Erkenntnisse für dessen Bearbeitung und Vermittlung eingelöst werden.

Das DPM nutzt die Stärken der kritischen Militärgeschichtsschreibung in Deutschland seit 1945 aktiv für seine Arbeit.

Das DPM betrachtet seine Arbeit als politisch. Das Haus ist Vermittler und Verfechter der Werte der freiheitlich-demokratischen Grundordnung der Bundesrepublik. Die gilt besonders für das Recht auf Leben und freie Entfaltung eines jeden Menschen und die Gleichbehandlung aller Menschen. Das DPM stellt sich daher aktiv gegen Rassismus, Sexismus und andere ausschließende und herabwürdigende Weltsichten.

Das DPM betrachtet, dem Grundgesetz folgend, den Frieden als zentralen Grundwert.

Das DPM lebt eine Kultur der Transparenz. Unsere Motive, Überlegungen und Handlungen sollen auf vielfältigen Kanälen für alle Interessierten nachvollziehbar sein.

Das DPM betrachtet eine gesunde und aktive Streitkultur in einem Museum als förderns- und pflegenswert; seine Rolle als Forum eine Verpflichtung.

Das DPM lebt den Dialog mit allen interessierten Parteien, seien es Fans oder Gegner. Das DPM stellt sich Diskussionen, sowohl in geschlossenen wie auch in öffentlichen Räumen.

Das DPM glaubt an Internationalität. Die deutsche Panzergeschichte ist das zentrale Thema des DPM; sie kann aber nur sinnvoll verstanden und erzählt werden, wenn sie in internationale Kontexte eingebunden ist.

Stärken und Ressourcen

Das DPM zieht in großem Maße BesucherInnen an, die Museen ansonsten uninteressant finden oder gar meiden. Es führt nicht-museumsaffines Publikum an Museen heran.

Das DPM bringt Menschen in Kontakt und Diskussionen, die ansonsten nicht zueinander fänden. Der Anspruch der Museen, Foren und Diskussionsorte zu sein, wird im DPM tatsächlich eingelöst.

Das DPM ist ausgesprochen flexibel und offen für neue Ideen – sowohl in seinen internen Abläufen und Strukturen als auch in der Kommunikation nach außen und in Kooperationen mit Partnern.

Das DPM ist neugierig und proaktiv. Das Haus ist stets auf der Suche nach neuen Projekten, Werkzeugen, Formaten und Kontakten.

Das DPM hat eine Kultur der Gelassenheit entwickelt, die ein angemessenes Verhalten mit teilweise hoch emotionalisierten Themen sicherstellt.

Das DPM kann die Objekte in bestmöglichem Zustand präsentieren, da die Bundeswehr als Besitzerin der zentralen Objekte ihre Waffen nicht demilitarisieren muss.

Ziele und Leistungen

Das DPM will in all seinen Arbeitsbereichen ein exzellentes Niveau erreichen und den Ansprüchen von ICOM, DMB und MVNB in jeder Hinsicht genügen.

Das DPM will durch seine Objekte und Didaktik sein Thema kritisch, reflexiv und multiperspektivisch vermitteln und dabei allen wissenschaftlichen Ansprüchen genügen. Besonderer Schwerpunkt ist dabei die Dekonstruktion wissenschaftlich überholter, aber in der Bevölkerung zählebiger Mythen.

Das DPM will mit seiner Arbeit dazu beitragen, dass diese “Neue” oder auch “Moderne” Militärgeschichte in Deutschland als im besten Sinne normale Subdisziplin der Geschichtswissenschaft wahrgenommen wird – mit spezifischen Stärken und Schwächen.

Das DPM will über die Ausstellung hinaus seine Themen in die Öffentlichkeit tragen und pflegt daher engen Kontakt zu den Medien bzw. betreibt eigene Medienarbeit.

Das DPM will mit seiner Medienarbeit auch in aktuellen Debatten Impulse setzen, sofern diese inhaltlich die Themen des Hauses berühren.

Das DPM will dabei besonders sichtbar eine Kultur der Sachlichkeit und des kritischen, um der häufig stark emotionalen Aufladung des Themas zu begegnen.

Das DPM will sich politischen Vereinnahmungen seiner Arbeit von außen aktiv entgegenstellen.

Das DPM will die Aufgabe meistern, die Aspekte Bildung und Unterhaltung, die jedem Museumsbesuch innewohnen, auch angesichts eines schwierigen Themas erfolgreich auszubalancieren.

Das DPM will seine Rolle als gesellschaftlicher Akteur erfüllen – sei es auf lokaler, regionaler oder nationaler Ebene.

Das DPM will sich auf nationaler und internationaler Ebene eng mit anderen Institutionen und ForscherInnen vernetzen.

Wir sind mit 8,- Euro für eine normale Karte ein sehr, sehr günstiges Museum mit technischen Großexponaten. Auch wenn wir uns stets bemühen, das zu bleiben, so werden wir doch irgendwann einmal wie...

 

Tickets für Stahl auf der Heide 2019 gibt es am:
01.03.2019 ab 10:00 Uhr
21.06.2019 ab 10:00 Uhr
unter www.reservix.de oder an den Vorverkaufsstellen.

Viel Glück!

 

Beim Objekt des Monats erzählen wir die (Kurz-) Geschichte eines besonderen Objekts aus dem Panzermuseum.
Da wir uns bemühen auch besonders Stücke aus dem Depot vorzustellen, finden sich hier auch...

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Da wir uns bemühen auch besonders Stücke aus dem Depot vorzustellen, finden sich hier auch...

Veranstaltungen im Panzermuseum
01.03.2019 um 10:00 UhrVerkaufsstart 1. Ticketkontingent Stahl auf der Heide bei Reservix.de
09.03.2019Panzer des Monats: Thementag Zweiter Weltkrieg: Panzer III | Panzer IV | Panzer V | Hetzer | Sonderkfz 251
24.03.2019Aktionstag Militärmodellbau, fahre...