Objekt des Monats 03/2021

Objekt des Monats 03/2021

Beim Objekt des Monats erzählen wir die (Kurz-) Geschichte eines besonderen Objekts aus dem Panzermuseum.
Da wir uns bemühen auch besonders Stücke aus dem Depot vorzustellen, finden sich hier auch ungewöhnliche Objekte und spannende Geschichten

Bundeswehr Badehose

Inv. Nr.: DPM 1.898

Jeder Soldat und jede Soldatin der Bundeswehr soll schwimmen können. In der Allgemeinen Grundausbildung wird unabhängig von der Teilstreitkraft und Verwendung die Schwimmfähigkeit der Bewerberinnen und Bewerber geprüft. Wie im zivilen Bereich soll dies natürlich vor dem Ertrinken bewahren; in militärischer Hinsicht dient das Schwimmen dazu, dass Gewässer ohne Hilfsmittel überquert werden können. Im Dienstsport war das Schwimmen über Jahrzehnte jedoch vornehmlich Teil des allgemeinen Sportprogramms, das zur Förderung der Gesundheit, Entspannung und zum körperlichen Ausgleich des Dienstalltages beiträgt. In den vergangenen 20 Jahren wird in der Bundeswehr der Nutzen des Sports für den Kampfeinsatz wieder stärker betont, wodurch eine bisher forcierte Trennung der Kampfausbildung und sportlichen Betätigung aufweicht. So sah der damalige Brigadegeneral Weisenburger als Abteilungsleiter „Ausbildung Streitkräfte“ bereits 2007 den Sport als wesentlichen Bestandteil, „die Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr physisch und psychisch leistungsfähig für Einsätze im In- und Ausland“ zu machen.

Eine Formalisierung der sportlichen Betätigung von Soldaten über das Exerzieren hinaus kann erst 1926 mit der Sportvorschrift der Reichswehr festgestellt werden. Die Sportausbildung war nun „Dienst“ und beinhaltete neben Schwimmen auch Gymnastik, Geräteturnen, Athletik, Spiele und Nahkampf. Die Fähigkeit zu Schwimmen war in der Reichswehr auch karriererelevant: Um sich der Unteroffizier- oder der Fahnenjunkerprüfung zu stellen, musste die Freischwimmerbefähigung nachgewiesen werden. In der Wehrmacht fiel diese Beförderungsvoraussetzung weg, das Schwimmen diente nur noch dazu, den Soldaten zur Überwindung von „Wasserhindernissen“ zu befähigen. Insgesamt wurde dem Sport in der Wehrmacht eine hohe ideologische Bedeutung zugemessen und stärker ein Fokus auf die „Erziehung des Soldaten zum einsatzbereiten Kämpfer“ gelegt, während in der Reichswehr der Sport vornehmlich als gesundheitsfördernder Ausgleich diente. In einer Pressekonferenz vor Veröffentlichung der ersten Dienstvorschrift zu Sport in der Bundeswehr von 1963 sagte der damalige Bundesminister der Verteidigung Kai-Uwe von Hassel: „Den Sport der Bundeswehr sollen Geist und Leben einer modernen Sportbewegung erfüllen: er soll nicht mit militärischen Übungen vermischt werden.“ Doch die Formulierung „Sport weckt und festigt den Sinn und das Gefühl für Manneszucht, Kameradschaft und Ritterlichkeit.“ als einer der Leitsätze der Dienstvorschrift zeigt die Hinwendung zur erzieherischen Funktion des Sports und erinnert noch stark an die Sprache der Wehrmacht.

Auch die erste Sportausstattung der Bundeswehr 1956 ähnelte noch sehr der der Wehrmacht, die Badehose war eine Shorts aus Wollgewebe. Diese war jedoch recht unpraktisch, da ein beherzter Sprung ins Wasser häufig mit ihrem Verlust einherging. Erst Anfang der 1990er erhielt die Sportbekleidung eine grundsätzliche Erneuerung, die von aktueller Sportmode inspiriert war. So fand schließlich die „mittelblaue Badehose in Trapezform“ Eingang in die Soldatenspinde und wird bis heute getragen. Für viele Bundeswehrangehörige war diese knappe Sportbekleidung doch recht ungewohnt und die Badehose erhielt den Kosenamen „Blauer Blitz“. Soldatinnen erhalten bis heute keine eigene Bekleidung, sondern müssen sich mit einem Bekleidungszuschuss handelsübliche dunkelblaue Badeanzüge beschaffen.

Weitere Objekte des Monats …

WIR SCHLIEßEN WIEDER AB DEM 29. MÄRZ!


Das Museum schließt ab dem 29. März. Sobald es sinkende Fallzahlen erlauben, wird das Museum wieder öffnen. Kurz vor der Wiederöffnung können Sie online erneut Tickets kaufen.
Eine ausführliche Begründung und weitere Details zur Schließung finden Sie im Video oder in der Pressemitteilung.

Einstieg in das Thema gesucht?

Wir haben ein Video mit einführender Literatur in die Geschichte der Panzerei vorbereitet – perfekt für die ruhigen Tage der Lockdowns.

Corona-Regelungen

ACHTUNG: DAS MUSEUM IST VOM 29.03. BIS VSL. 12.04. GESCHLOSSEN.

Eine ausführliche Erklärung zur ausgeweiteten Schließung finden Sie in diesem Video oder der Pressemitteilung.

Sobald das Museum wieder geöffnet wird, gelten folgende Regelungen:

Die niedersächsische Corona-Verordnung (Stand 08.03.2021) erlaubt Museumsbesuche wieder, wenn u.a. folgende Voraussetzungen erfüllt sind:

  • Terminierung, also ein festes Zeitfenster für den Besuch
  • eine Personenobergrenze, also einer Kontingentierung der Tickets
  • die der Möglichkeit der Nachverfolgung der einzelnen Gäste

Ein Einlass und Ticketkauf an der Tageskassen, egal ob mit Bar- oder EC-Zahlung ist leider vorerst nicht möglich.

Bis auf Weiteres wird ein Besuch des Museums also nur noch möglich sein mit:

Wir öffnen wieder! Alle Informationen auch im YouTube-Video.

Die Tickets gelten nur für das gewählte Zeitfenster. Bitte seien Sie pünktlich zu Beginn Ihres Zeitfensters an der Kasse. Zum Ablauf des Zeitfensters (2:30 Stunden) müssen Sie das Museum leider verlassen.

Sie bekommen mit dem gebuchten Onlineticket einen Link zum Formular zur Kontaktnachverfolgung oder Sie rufen das Formular gleich hier auf. Um das lästige Ausfüllen vor Ort zu umgehen, bitten wir darum, das Formular bereits vor dem Besuch auszufüllen.

Mitglieder des Fördervereins und Hobbykommandanten

Leider müssen sich auch Mitglieder des Fördervereins und Hobbykommandanten vor dem Besuch ein Ticket im Onlineshop sicher, da wir sonst die Personenobergrenze im Museum nicht gewährleisten können. Der Eintritt bleibt für diese Gruppen aber natürlich kostenlos.

Hygiene-Regeln

Aufgrund der Corona-Pandemie gelten bis auf Weiteres ergänzend zu den Besuchsregeln folgende Auflagen für den Besuch:

  • Der Besuch aller Innenbereiche des Museums nur mit medizinischer Maske gestattet.
  • Bitte halten Sie mindestens 1,5 m Abstand zu haushaltsfremden Personen und Mitarbeiter*innen.
  • In der Ausstellung gilt eine Einbahnstraßenregelung.
  • Sollten sie erkrankt sein, verzichten Sie bitte auf einen Besuch. Halten Sie sich an die Nies- und Hustetikette.
  • Bitte beachten Sie die ausgeschilderten Personenobergrenzen in bestimmten Räumen, wie Lobby, Cafeteria und Sanitärbereich.
  • Bitte haben Sie Verständnis, dass wir zum Schutz unserer Mitarbeiter*innen keine Atteste zur Befreiung der Maskenpflicht akzeptieren.

Aufruf zum Delmenhorster Panzer

Wir brauchen die Geschichten der Delmenhorster und Delmenhorsterinnen!

Servicekraft für Museumsshop gesucht

Das Panzermuseum sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine Servicekraft für unseren Museumsshop.

Hauptaufgabe ist die eigenständige Verkaufstätigkeit im Shop sowie die Beratung der Besucher*innen. Im Bereich der Cafeteria liegen die Aufgaben bei der Vorbereitung und Ausgabe von Heißgetränken und Backwaren.
Es ist daher keine militärische oder technische Vorbildung notwendig.

Interesse? Alle Details finden Sie in der Ausschreibung. Die Bewerbungsfrist endet am 15.04.2021.

Objekt des Monats 04/2021

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Scheckübergabe. (vlnr.) Christina Fleckenstein, Bürgermeisterin Stadt Munster. Julia Engau, stellv. Leitung Panzermuseum. Klaus-Dieter Meier, Walter Heidelberg und Michael Klingbeil von der Munste...

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ACHTUNG: DAS MUSEUM IST VOM 29.03. BIS VSL. 12.04. GESCHLOSSEN.

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