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Neuigkeiten aus dem Museum – Blogmodul.

  • Objekt des Monats 04/2021

    Objekt des Monats 04/2021

    Beim Objekt des Monats erzählen wir die (Kurz-) Geschichte eines besonderen Objekts aus dem Panzermuseum.
    Da wir uns bemühen auch besonders Stücke aus dem Depot vorzustellen, finden sich hier auch ungewöhnliche Objekte und spannende Geschichten

    Afghanischer Kriegsteppich 9/11

    Inv. Nr.: DPM 7.154

    Zwei Flugzeuge, die in die Zwillingstürme des World Trade Centers fliegen – dieses Bild hat sich in das kollektive Gedächtnis der US-amerikanischen Bevölkerung und vielen anderen Teilen der Welt gebrannt. Bereits während des Ereignisses unzählige Male fotografiert und gefilmt, verbreiteten sich diese Bilder in den Nachrichten und später auch in der Kunst. Die zwei Türme auf einem Teppich zu sehen, irritiert im ersten Moment dennoch.

    Es ist ein afghanischer Teppich, geknüpft in einem Flüchtlingslager in Pakistan. Afghanistan ist für seine lange Tradition des Teppichknüpfens bekannt. Die ornamentalen Muster der Teppiche unterliegen einem Wandel der Zeit, denn es werden nicht nur religiöse, symbolische und dekorative Muster verwendet, sondern auch solche mit historischen und aktuellen politischen Bezügen. Afghanistan wurde immer wieder durch Kriege und Bürgerkriege zerrüttet und diese Erfahrungen spiegeln sich auch im afghanischen Kunsthandwerk wider. Zeitweilig lebte die Hälfte der afghanischen Bevölkerung im Exil, heute halten sich noch ca. 3 Millionen afghanische Geflüchtete und Afghanen ohne Papiere in Pakistan auf, von denen jedoch Dreiviertel in Pakistan geboren sind. Viele leben in Lagern, können jedoch arbeiten und verdienen sich zum Beispiel mit traditionellem Kunsthandwerk ihren Lebensunterhalt.

    Bei genauerer Betrachtung wird jedoch deutlich, dass der Teppich nicht für andere Afghanen geknüpft wurde. Während die Hälfte des Teppichs die Darstellung von 9/11 einnimmt, zeigt die untere Hälfte die Folge dieses Terroranschlags: Der Krieg in Afghanistan und im Irak durch die USA und ihre Verbündeten. Die Umrisse der Länder werden von detaillierten Abbildungen von Kriegsgerät wie einem Panzer, Flugzeugen und Raketen ergänzt. Neben dieser Bildsprache flankieren jedoch geknüpfte lateinische Buchstaben die Darstellungen: Das orangefarbene Farbfeld wird als Afghanistan benannt, auch der Höhlenkomplex „TORA BORA“ im Safed-Koh-Gebirge im Osten des Landes findet Erwähnung. Durch den Text „IRAQ WAR“ und dem Datum 19-3-03 wird deutlich, dass es sich beim grünfarbenen Umriss um die Thematisierung des Dritten Golfkrieges handelt, als die USA mit ihrer „Koalition der Willigen“ den Irak von vermeintlichen Chemiewaffen und Saddam Hussein befreien wollten.

    Dieser Teppich ist nicht für den lokalen Hausgebrauch entstanden, sondern richtet sich mit seinen Texten an eine ebenfalls abgebildete Figur des Teppichs:  „Soldirsi“ – Soldaten. Er ist also als Souvenir für Soldat:innen der ISAF-Truppen und andere, auch zivile, Ausländer:innen gedacht. Diese Teppiche werden seriell mit ähnlichen Motiven angefertigt, vom Hauptumschlagplatz für Teppiche im pakistanischen Peschawar vermarktet und auf afghanischen Märkten oder – wie dieser Teppich – in Online-Auktionshäusern angeboten. Mit seiner geringen Größe von ca. 90 cm Länge kann er im Handgepäck verstaut und als Dekoration an die Wand gehängt werden.

    Der bislang blutigste Auslandseinsatz der Bundeswehr in Afghanistan soll in diesem Jahr sein Ende finden. Bundeswehrsoldaten waren bei der Schlacht um Tora Bora beteiligt und Deutschland schickte seine Soldat:innen auf insgesamt vier Missionen in das Land am Hindukusch. Die Erinnerung an diesen Krieg nehmen die Soldatinnen und Soldaten mit nach Hause, vielleicht auch in geknüpfter Form.

    Weitere Objekte des Monats …

  • Panzermuseum spendet fast 4.000 € an die Munsteraner Tafeln
    Scheckübergabe. (vlnr.) Christina Fleckenstein, Bürgermeisterin Stadt Munster. Julia Engau, stellv. Leitung Panzermuseum. Klaus-Dieter Meier, Walter Heidelberg und Michael Klingbeil von der Munsteraner Tafel.

    Sie erinnern sich vielleicht? Von Juli bis zum Jahresende 2020 wurde der Mehrwertsteuersatz zeitweise von 19% auf 16%, bzw. von 7% auf 5% gesenkt. Das war Teil eines Konjukturpakets, um die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie abzumildern.

    Die Umsetzung dieser Steuerabsenkungen war aber aus diversen technischen und buchhalterischen Gründen im Panzermuseum ausgesprochen problematisch umzusetzen.

    Als kommunal getragene Museum wollen wir aber verantwortungsvoll mit den zur Verfügung gestellten Steuergeldern umgehen; eine Umstellung ist in den Augen der Museumsleitung eine Verschwendung von Steuergeldern.

    Wir haben die Preise in Cafeteria und Shop also nicht umgestellt.

    Aber wir wollten das Geld auch nicht einfach einstreichen, sondern versuchen, das beabsichtigte Ziel, das Geld in Umlauf zu bekommen, auf anderem Wege zu erreichen.

    Deswegen haben wir uns entschieden, die über die Mehrwertsteuersenkung eingenommenen Mehreinnahmen an die Munsteraner Tafel zu spenden.

    Im April konnten die Spende endlich offiziell und corona-konform übergeben werden. Fast 4.000 € kamen durch die umgeleitete Absenkung in Cafeteria und Shop zusammen. Mehr Details gibt es in Kürze im YouTube-Video.

  • Objekt des Monats 03/2021

    Objekt des Monats 03/2021

    Beim Objekt des Monats erzählen wir die (Kurz-) Geschichte eines besonderen Objekts aus dem Panzermuseum.
    Da wir uns bemühen auch besonders Stücke aus dem Depot vorzustellen, finden sich hier auch ungewöhnliche Objekte und spannende Geschichten

    Bundeswehr Badehose

    Inv. Nr.: DPM 1.898

    Jeder Soldat und jede Soldatin der Bundeswehr soll schwimmen können. In der Allgemeinen Grundausbildung wird unabhängig von der Teilstreitkraft und Verwendung die Schwimmfähigkeit der Bewerberinnen und Bewerber geprüft. Wie im zivilen Bereich soll dies natürlich vor dem Ertrinken bewahren; in militärischer Hinsicht dient das Schwimmen dazu, dass Gewässer ohne Hilfsmittel überquert werden können. Im Dienstsport war das Schwimmen über Jahrzehnte jedoch vornehmlich Teil des allgemeinen Sportprogramms, das zur Förderung der Gesundheit, Entspannung und zum körperlichen Ausgleich des Dienstalltages beiträgt. In den vergangenen 20 Jahren wird in der Bundeswehr der Nutzen des Sports für den Kampfeinsatz wieder stärker betont, wodurch eine bisher forcierte Trennung der Kampfausbildung und sportlichen Betätigung aufweicht. So sah der damalige Brigadegeneral Weisenburger als Abteilungsleiter „Ausbildung Streitkräfte“ bereits 2007 den Sport als wesentlichen Bestandteil, „die Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr physisch und psychisch leistungsfähig für Einsätze im In- und Ausland“ zu machen.

    Eine Formalisierung der sportlichen Betätigung von Soldaten über das Exerzieren hinaus kann erst 1926 mit der Sportvorschrift der Reichswehr festgestellt werden. Die Sportausbildung war nun „Dienst“ und beinhaltete neben Schwimmen auch Gymnastik, Geräteturnen, Athletik, Spiele und Nahkampf. Die Fähigkeit zu Schwimmen war in der Reichswehr auch karriererelevant: Um sich der Unteroffizier- oder der Fahnenjunkerprüfung zu stellen, musste die Freischwimmerbefähigung nachgewiesen werden. In der Wehrmacht fiel diese Beförderungsvoraussetzung weg, das Schwimmen diente nur noch dazu, den Soldaten zur Überwindung von „Wasserhindernissen“ zu befähigen. Insgesamt wurde dem Sport in der Wehrmacht eine hohe ideologische Bedeutung zugemessen und stärker ein Fokus auf die „Erziehung des Soldaten zum einsatzbereiten Kämpfer“ gelegt, während in der Reichswehr der Sport vornehmlich als gesundheitsfördernder Ausgleich diente. In einer Pressekonferenz vor Veröffentlichung der ersten Dienstvorschrift zu Sport in der Bundeswehr von 1963 sagte der damalige Bundesminister der Verteidigung Kai-Uwe von Hassel: „Den Sport der Bundeswehr sollen Geist und Leben einer modernen Sportbewegung erfüllen: er soll nicht mit militärischen Übungen vermischt werden.“ Doch die Formulierung „Sport weckt und festigt den Sinn und das Gefühl für Manneszucht, Kameradschaft und Ritterlichkeit.“ als einer der Leitsätze der Dienstvorschrift zeigt die Hinwendung zur erzieherischen Funktion des Sports und erinnert noch stark an die Sprache der Wehrmacht.

    Auch die erste Sportausstattung der Bundeswehr 1956 ähnelte noch sehr der der Wehrmacht, die Badehose war eine Shorts aus Wollgewebe. Diese war jedoch recht unpraktisch, da ein beherzter Sprung ins Wasser häufig mit ihrem Verlust einherging. Erst Anfang der 1990er erhielt die Sportbekleidung eine grundsätzliche Erneuerung, die von aktueller Sportmode inspiriert war. So fand schließlich die „mittelblaue Badehose in Trapezform“ Eingang in die Soldatenspinde und wird bis heute getragen. Für viele Bundeswehrangehörige war diese knappe Sportbekleidung doch recht ungewohnt und die Badehose erhielt den Kosenamen „Blauer Blitz“. Soldatinnen erhalten bis heute keine eigene Bekleidung, sondern müssen sich mit einem Bekleidungszuschuss handelsübliche dunkelblaue Badeanzüge beschaffen.

    Weitere Objekte des Monats …

  • WIR SCHLIEßEN WIEDER AB DEM 29. MÄRZ!


    https://www.youtube.com/watch?v=DO9RzdxswT0

    Das Museum schließt ab dem 29. März. Sobald es sinkende Fallzahlen erlauben, wird das Museum wieder öffnen. Kurz vor der Wiederöffnung können Sie online erneut Tickets kaufen.
    Eine ausführliche Begründung und weitere Details zur Schließung finden Sie im Video oder in der Pressemitteilung.

  • Einstieg in das Thema gesucht?
    https://www.youtube.com/watch?v=MXEKcwIFsBs

    Wir haben ein Video mit einführender Literatur in die Geschichte der Panzerei vorbereitet – perfekt für die ruhigen Tage der Lockdowns.